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Basel, Universitätsbibliothek, B VIII 9
Pergament · 70 ff. · 21 x 15 cm · 10. und 9. Jahrhundert
Augustinus, Epistolae et tractatus aliquot
Die beiden mehr als 1000 Jahre alten, aber vielleicht erst im 15. Jahrhundert zusammengebundenen Teile dieser Handschrift stammen aus dem Kloster Murbach und gelangten möglicherweise mit Conrad Pellikan in das Basler Barfüsserkloster. Wie die wenigen übrigen aus diesem Konvent überlieferten Bände ist auch diese Sammlung von Schriften des Kirchenvaters Augustinus keine typische Franziskanerhandschrift. Teil 1 enthält einen Text des katalogartigen, von Briefen zu seiner Entstehungsgeschichte eingeleitenten Buchs De haeresibus ad Quodvultdeum, geschrieben um 429, sowie eine Regula ancillarum (Brief 211). Teil 2 ist einer der beiden ältesten Überlieferungsträger der um 395 entstandenen Abhandlung über den freien Willen (De libero arbitrio), jedoch beschränkt auf Buch 1: Unde malum.
(mag)
Online seit: 2025-08-21
Basel, Universitätsbibliothek, AN III 11
Pergament · 392 ff. · 28.5 x 22 cm · 10. Jahrhundert
Epistulae Pauli cum catena
Dieses griechische Manuskript, das hauptsächlich aus dem 10. Jahrhundert stammt, enthält die Paulusbriefe zusammen mit Kommentarreihen. Es weist Ähnlichkeiten mit den Manuskripten des sogenannten "Skriptoriums von Ephrem" in Konstantinopel auf. Im 15. Jahrhundert kaufte der Abgesandte des Basler Konzils, Johannes von Ragusa, den Codex in Konstantinopel und vermachte ihn nach seinem Tod den Dominikanern von Basel. Erasmus verwendete ihn für seinen Text der Paulusbriefe in seiner Erstausgabe des griechischen Neuen Testaments (1516). Erasmus' Drucker, Johannes Froben, hinterliess Annotationen auf den Seiten.
(mal)
Online seit: 2024-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B II 5
Pergament · 233 ff. · 32.5 x 26 cm · 10. und 11. Jahrhundert
Paulusbriefe · Sedulius Scottus · Schlussbücher des Neuen Testaments
Die Handschrift ist aus drei ursprünglich selbstständigen Teilen zusammengesetzt, die auf das 10. und 11. Jahrhundert datieren. Sie enthält Paulusbriefe, die Glossen des Sedulius Scottus zu den Paulusbriefen sowie die Schlussbücher des Neuen Testaments. Das Buch wurde im 15. Jahrhundert vom Basler Domkaplan und Dompropsteischaffenden Heinrich Gügelin von Rheinfelden einem nicht näher definierten Basler Kloster geschenkt.
(stu)
Online seit: 2017-06-22
Basel, Universitätsbibliothek, B III 2
Pergament · 147 ff. · 34.5 × 24 cm · 9./10. Jahrhundert
Homiliarium Pauli Diaconi
Die Handschrift enthält das Homiliar von Paulus Diaconus für die Winterzeit und wurde im 9. und 10. Jh. von verschiedenen St. Galler Kopisten geschrieben und illustriert. Sie gehörte der Basler Karthause und wurde dieser, wie B IV 26, von Pierre de la Trilline, Bischof von Lodève in der Nähe von Montpellier (1430-1441), der verschiedene Funktionen am Basler Konzil hatte, geschenkt.
(ber)
Online seit: 2013-12-13
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 26
Pergament · 114 + 3 ff. · 28.5 x 23 cm · 10. Jahrhundert
Homiliarium
Die von verschiedenen, sehr schwer zu unterscheidenden Kopisten im 10. Jh. geschriebene Handschrift enthält das Homiliar von Paulus Diaconus für die Winterzeit. Sie ist mit zwei interessanten ganzseitigen Federzeichnungen (6r und 68v) und zahlreichen Zierinitialen im Stil der Buchmalerei von St. Gallen geschmückt. Sie gehörte der Basler Kartause und wurde dieser, wie B III 2, von Pierre de la Trilline, Bischof von Lodève in der Nähe von Montpellier (1430-1441), der verschiedene Funktionen am Basler Konzil hatte, geschenkt.
(ber)
Online seit: 2010-02-17
Basel, Universitätsbibliothek, F III 15e
Pergament · 55 ff. · 24-26 x 15-17 cm · 9. Jahrhundert; Nachträge bis 10. Jahrhundert
Theodori und Theodulfus Aurelianensis ・ Ordo ad paenitentiam dandam ・ Ps. Augustinus ・ Hrabanus Maurus ・ Ambrosius Autpertus ・ Praecepta vivendi et al.
Eine Fuldaer Sammelhandschrift mit Texten vor allem zum Thema der Buße und Aszetik. Sie kam ähnlich einer Reihe von Fuldaer Isidor-Codices im 16. Jh. nach Basel - möglicherweise, weil einer der enthaltenen Texte auch unter Isidors Namen überliefert ist - und entging so der Verschleppung und Vernichtung der Fuldaer Bibliothek im 30-jährigen Krieg. Die verschiedenen Teile und Textschichten sind in angelsächsischer und karolingischer Minuskel geschrieben und in Fulda sowie seinem Umfeld bis hin nach Mainz entstanden. Der vermutlich noch karolingische Ledereinband wurde in späterer Zeit insbesondere durch das Entfernen der Buchdeckel stark verändert. Offenbar in Basel wurde die ehemals erste Lage (Paenitentiale Theodori) mit deutlich kleinerem Format aus der Sammlung entfernt. Sie trägt heute die Signatur N I 1: 3c.
(stb)
Online seit: 2016-03-17
Basel, Universitätsbibliothek, N I 6:14
Pergament · 1 f. · 26 x 19.6 cm · ca. 910-920
Isidorus Hispalensis, Expositio in genesim (Fragment)
Vermutlich ein Fragment eines der Isidor-Codices des Klosters Fulda, der im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. Er entstand etwa im 2. Jahrzehnt des 10. Jh. in Fulda. Das vorliegende Doppelblatt wurde um 1624 als Aktenumschlag verwendet.
(stb)
Online seit: 2015-10-08
Basel, Universitätsbibliothek, O II 27
Pergament · 137 ff. · 26 x 20 cm · 2. Viertel 10. Jahrhundert
Victor Antiochenus
Dieses im 10. Jahrhundert im Kloster Lavra von Stylos am Latmosberg in Karien von einem Schreiber namens Michael abgeschriebene Manuskript enthält den Kommentar von Victor von Antiochien zu Markus sowie die Kommentarkette von Andreas zu den Katholischen Briefen. Es gibt zwei unvollendete Miniaturen: Eine zeigt die Jungfrau auf ihrem Thron mit dem Jesuskind (V3v), die andere stellt Christus in seiner Herrlichkeit (V4r) dar. Bei der Invasion von Karien durch die Türken um 1079 wurde der Kodex zunächst von Christodoulos von Patmos nach Konstantinopel und dann auf die Insel Patmos transferiert. In der Renaissance findet sich das Manuskript in Worms bei Johannes Camerarius und dann in Basel bei Nicolaus Episcopius wieder.
(mal)
Online seit: 2024-09-26
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 199
Pergament · 140 ff. · 28-29.5 x 23-24.5 cm · 8. Jahrhundert, 9. Jahrhundert und 9.-10. Jahrhundert
Gregorius Turonensis: Libri octo miraculorum; dazu: Evangelium Johannis (Fragmentum); Hieronymus: Vita sancti Pauli Thebaei.
Die Handschrift enthält das vollständige hagiographische Werk Gregors von Tours, bestehend aus acht Büchern an Heiligenbeschreibungen. Sie steht Gregors Autograph sehr nahe (Klasse 1a) und entstand im 9. Jahrhundert im Umkreis der Reimser Schreibschule. Hinzugebunden wurden zwei Blätter eines Johannesevangeliums in merowingischer Schrift sowie eine Vita des Paulus von Theben.
(mit)
Online seit: 2014-04-09
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 264
Pergament · 145 pp. · 27.3/28.3 x 21.5/22 cm · um 900
Prudentius, Carmina
Die um 900 im Bodenseeraum entstandene, reich bebilderte Prudentius-Handschrift zählt zu den Spitzenstücken karolingischer Buchkunst. Sie enthält alle sieben im Jahre 405 von Prudentius herausgegebenen Gedichte sowie ein später hinzugefügtes achtes Werk. Der Codex wurde von Bischof Erchenbald von Strassburg (965-991) der Bischofskirche von Strassburg geschenkt und ging später in den Besitz von Jacques Bongars über.
(mit)
Online seit: 2013-10-07
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 344
Pergament · 143 ff. · 24.5 x 22.5 cm · Ende des 9./ Anfang des 10. Jahrhunderts
Florus Lugdunensis: Sententiae epistolarum beati Pauli apostoli a sancto Hieronimo presbitero, denique a beato papa Gregorio expositae
Florus von Lyon († um 860) hatte sich darauf spezialisiert, patristische Kommentare über die Paulusbriefe zusammenzutragen. Diese Handschrift wurde Ende des 9. – Anfang des 10. Jahrhunderts in Frankreich, vermutlich in Auxerre, geschrieben und widmet sich ausschliesslich den Kompilationen der Kommentare von Hieronymus und Gregor dem Grossen. Diese beiden Kompilationen sind zurzeit unveröffentlicht, doch die beiden anderen Textzeugnisse wurden digitalisiert: Paris, BnF, lat. 1764 ff. 28r–97v und Paris, BnF, n.a.l. 1460 ff. 82r–169v.
(cha)
Online seit: 2014-04-09
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 720.1
Pergament · 2 ff. · 33 x 22 cm · 10./11. Jahrhundert
Annales Fuldenses (Fragment)
Fragment des 10./11. Jahrhunderts von unbekanntem Entstehungsort mit Teilen der Mainzer Fortsetzung (bis zum Jahr 887) der sogenannten Annales Fuldenses mit Einträgen zu den Jahren 871, 872 und 876. Aufgrund seiner Lesarten gehört das Stück zu einer Gruppe von Handschriften, die auch die sogenannte bayerische Fortsetzung der Annalen für die Jahre 882 bis 901 enthalten.
(stb)
Online seit: 2014-09-23
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.9
Pergament · 4 ff. · 20.5 x 16 cm · 10. Jahrhundert
Gregorius Magnus: Regula pastoralis (Fragment)
Zwei möglicherweise aus der Zentralschweiz stammende Doppelblätter der Regula pastoralis Gregors des Grossen. 1914 vom Einsiedler Historiker und Bibliothekar Carl Josef Benziger (1877–1951) der Stadtbibliothek Bern geschenkt.
(mit)
Online seit: 2020-06-18
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.23
Pergament · 1 f. · 26 x 13.5 cm · 9./10. Jahrhundert
Biblia latina: Vulgata (Fragment)
Einzelblatt einer karolingischen Bibel, später als Bucheinband verwendet. Entstehungsort unbekannt (möglicherweise aus dem Süddeutschen Raum), ebenso die Provenienz und die Umstände, wie das Fragment in die Berner Bibliothek gelangt ist.
(mit)
Online seit: 2020-07-02
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.56
Pergament · 1 f. · 35 x 28 cm · 2. Hälfte 10. Jahrhundert
Homiliensammlung (Fragment)
Ein Blatt aus einer möglicherweise zweibändigen Homiliensammlung aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangte der Trägerband vermutlich in den Besitz der Bieler Familie Sterner und weiter über das Antiquariat Max Müller nach Bern (BBB Mss.h.h. XXXIV.35).
(mit/hol)
Online seit: 2021-07-14
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.57
Pergament · 1 f. · 34 x 28 cm · 2. Hälfte 10. Jahrhundert
Homiliensammlung (Fragment)
Ein Blatt aus einer möglicherweise zweibändigen Homiliensammlung aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangte der Trägerband vermutlich in den Besitz der Bieler Familie Sterner und weiter über das Antiquariat Max Müller nach Bern (BBB Mss.h.h. XXXIV.35).
(mit/hol)
Online seit: 2021-07-14
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.58
Pergament · 3 ff. · 30.5 x 21.5 cm · Ende 10./Anfang 11. Jahrhundert
Clemens Romanus: Recognitiones (Fragment)
Möglicherweise aus Deutschland stammende Fragmente (1 Doppelblatt, 1 Blatt) einer Recognitiones-Handschrift des Clemens von Rom, die um 1495 durch den Buchbinder des Berner Dominikanerklosters, Johannes Vatter, als Spiegelblätter von Basler Drucken verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangte der Trägerband (MUE Inc. I.88) unter unbekannten Umständen in die Berner Bibliothek. Im Februar 1935 wurden die Fragmente vom Bibliothekar Hans Bloesch abgelöst.
(mit)
Online seit: 2020-07-02
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.60
Pergament · 14 ff. · 34.5–35 x 28.5–29 cm · 2. Hälfte 10. Jahrhundert
Homiliensammlung (Fragment)
Umfangreiche Reste einer möglicherweise zweibändigen Homiliensammlung aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangten die Trägerbände vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Um 1945 wurden die Fragmente durch Johannes Lindt aus den Trägerbänden abgelöst.
(mit/hol)
Online seit: 2021-07-14
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.61
Pergament · 8 ff. · 33.5–34 x 27 cm · 2. Hälfte 10. Jahrhundert
Homiliensammlung (Fragment)
Umfangreiche Reste einer möglicherweise zweibändigen Homiliensammlung aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangten die Trägerbände vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Um 1945 wurden die Fragmente durch Johannes Lindt aus den Trägerbänden abgelöst.
(mit/hol)
Online seit: 2021-07-14
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.64
Pergament · 4 ff. · 24.5-26.5 x 19.5-21 cm · 2. Hälfte 9. Jh. / 1. Hälfte 10. Jh.
Priscianus: Institutiones grammaticae (Fragment)
Fragment einer vermutlich in Süddeutschland entstandenen Handschrift von Priscianus: Institutiones grammaticae, von dem sich weitere 10 Blätter in Paris BN lat. 10403. f. 6–15 befinden. Die vier Einzelblätter gelangten über einen Druck aus dem Besitz von Jacques Bongars 1632 nach Bern, wo sie im 20. Jh. abgelöst wurden.
(mit/san)
Online seit: 2018-06-14