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Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 1
Pergament · 125 ff. · 47-48 x 36-36.5 cm · 15. Jahrhundert
Psalterium
Vermutlich aus dem Berner Raum stammendes grossformatiges Psalterium für franziskanischen Gebrauch, welches in das letzte Viertel des 15. Jahrhunderts datiert werden kann. Der reichhaltige Buchschmuck besteht aus blau-roten Initialen mit Fleuronné sowie aus kadellenartigen schwarzen Initialen mit rotlippigen Profilfratzen. Der mit weissem Leder bezogene Holzdeckeleinband des 15. Jahrhunderts wurde 1998-2000 von Pater Otho Raymann restauriert.
(cam)
Online seit: 2026-08-27
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 2
Pergament · 245 ff. · 45.5 x 31.5-33 cm · spätes 13. oder frühes 14. Jahrhundert
Antiphonarium
Antiphonar für franziskanischen Gebrauch, welches ins späte 13. oder frühe 14. Jahrhundert (nach 1260) datiert werden kann, doch es widerspiegelt die frühste franziskanische Liturgie-Tradition. Die Handschrift enthält Gesänge (Text und Musik) für das gesamte Jahr des liturgischen Offiziums, einschliesslich des Fests für Antonius von Padua in seiner richtigen Position und ein Offizium für Corpus Christi, welches von einer anderen Hand hinzugefügt wurde (f. 157r-159v).
(lac)
Online seit: 2010-12-21
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 3
Pergament · 287 ff. · 41 x 20.5 cm · erste Hälfte des 14. Jahrhunderts
Graduale OFM
Aus dem südwestdeutschen Raum stammende franziskanische Choralhandschrift aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Mit reichhaltigem, dem Oberrheinischen Initialstil entsprechendem Buchschmuck: Grosse Initialen mit flächenfüllendem Fleuronné und Fabeltier-Medaillons. Mit dunkelbraunem Leder bezogener Holzdeckeleinband des 18. Jahrhunderts.
(cam)
Online seit: 2025-12-11
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 5
Pergament · 235 ff. · 40 x 24.5-25 cm · vor 1245
Decretum Gratiani
Die vermutlich älteste Handschrift des Franziskanerklosters, entstanden in Bologna in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts, enthält das Decretum Gratiani und als Rahmentext die Glossa ordinaria des Bartholomaeus von Brescia. Urkundenfragmente des 15. Jahrhunderts im Spiegel des Einbands verweisen auf die neue Heimatstadt Freiburg. Gotischer, in Rot und Blau ausgestalteter Buchschmuck mit stabartigen Gehängen und „Pusteköpfen“. Mit braunem Leder überzogener ehemaliger Kettenband des 15. Jahrhunderts.
(cam)
Online seit: 2026-08-27
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 6
Pergament · 220 ff. · 36 x 28 cm · 1488
Antiphonarium
Antiphonar aus dem Franziskanerkloster Freiburg, datiert 1488 nach dem Kolophon f. 214v. Am Rand oder bei den Initialen gezeichnete Drôlerien. Mit einer Miniatur (f. 14v, Geburt Christi) und schönen Initialen (Blumen, Früchte, Zucchini), die dem Meister des Breviers des Jost von Silenen zugeschrieben werden.
(zim)
Online seit: 2014-04-09
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 9
Pergament · 247 ff. · 31-31.5 x 23 cm · um 1300
Graduale
Graduale aus dem Franziskanerkloster Freiburg, nach dem Besitzeintrag auf dem Spiegel noch im 16./17. Jahrhundert im Gebrauch. Einband des 16. Jahrhunderts. Geschrieben in einer gotischen Minuskel um 1300. Der Beginn wichtiger Feste wird mit grösseren Initialen angezeigt, teilweise mit Miniaturen (z.B. f. 128v Himmelfahrt, f. 132v Pfingstwunder).
(zim)
Online seit: 2014-04-09
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 10
Pergament · 212 + 17 ff. · 31-31.5 x 21.5 cm · um 1200
Antiphonarium Diurnum et Hymnarium Cisterciensia
Aus mittelstarkem, ziemlich verschmutztem Pergament, Bindung 17./18. Jh. mit Holzdeckeln und schwarzem gepressten Ledereinband, vorne und hinten mit 5 Messingbuckeln (1 Buckel fehlt hinten). 2 Fragmente von Schliessen. Paläographische und inhaltliche Indizien weisen darauf hin, dass der Band in Hauterive entstanden ist.
(zim)
Online seit: 2019-06-13
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 11
Papier · 234 ff. · 31.5 x 22 cm · 1469
Petrus de Aquila, Quaestiones in quattuor libros sententiarum
Jean Joly (Guardian im Franziskanerkloster Freiburg 1467-1469, 1472-1478, 1481-1510) fertigte während eines Studienaufenthaltes in Avignon die vorliegende Abschrift der Quaestiones in quattuor libros sententiarum des Petrus von Aquila, ein italienischer franziskanischer Theologe, der in den 1330er Jahren in Paris lehrte. Sein Kommentar zu den Sentenzen des Petrus Lombardus brachte ihm den Spitznamen „Scotellus“ ein, weil er die Lehre des Johannes Duns Scotus (gest. 1308) verständlich darstellte. Der Holzdeckeleinband und ehemalige Kettenband aus dem 15. Jahrhundert wurde 2022 von Carole Jeanneret restauriert.
(cam)
Online seit: 2023-12-20
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 15
Papier · 352 ff. · 30 x 21.5 cm · 1478
Henricus de Isny, Veritates questionum ex opere Bonaventurae super librum sententiarum; Veritates theologiae Bonaventurae
Auszüge aus dem Kommentar Bonaventuras zum Sentenzenwerk des Peter Lombardus, verfasst vom Franziskaner Heinrich von Isny (Bischof von Basel, 1275-1286). Besitzervermerk f. 1r (Johannes Joly). Kolophone f. 336vb (frater Henricus), f. 337ra (Antonius de Maasmünster, Schreiber, 1478), f. 352ra (Johannes Joly, Schreiber, 1478). Ehemaliger Kettenband mit gepresstem Ledereinband des 15. Jhs.
(zim)
Online seit: 2018-06-14
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 17
Papier · 2 + 828 pp. · 29.1 x 21.2 cm · 15. Jahrhundert (Hauptteil: 1a-738b: 1462) / um 1485 / 1462
Freiburger Perikopen
Haupthandschrift der "Freiburger Perikopen". Deutschsprachiges Plenar mit den Lektionen der Messe auf Deutsch; Glossen und Zusatztexte an Sonntagen und wichtigen Festtagen.
(pal)
Online seit: 2007-07-31
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 20
Pergament und Papier · 141 ff. · 22.5 x 30 cm · 1380–1389
Petrus de Candia, Sentenzenkommentar
Sentenzenkommentar des Franziskaners Petrus de Candia, auf dem hinteren Spiegel Besitzvermerk des Friedrich von Amberg (†1432), der als gelehrter Prediger und Guardian die erste Bibliothek des Franziskanerklosters Freiburg anlegte. Foliierung, Reklamanten, Zwischentitel, Marginalien und Tabula von Amberg, daneben auch Marginalien von anderer Hand.
(zim)
Online seit: 2014-04-09
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 24
Papier · 158 ff. · 29 x 20 cm · 1383
Bertrandus de Turre, Sermones epistolarum dominicalium
Predigten
des Franziskaners Bertrandus de Turre (Sermones epistolarum
dominicalium) aus dem Besitz des Friedrich von Amberg (Guardian in
Freiburg, † 1432). 1393 liess er diese Predigten durch einen Berufsschreiber
abschreiben (f. 134r-v, zum Preis f. 153r) und ein Inhaltsverzeichnis anlegen (ff.
147-153). Der Holzdeckeleinband und ehemalige Kettenband aus dem 14. Jh. wurde
vor 2007 von Pater Otho Raymann restauriert.
(zim)
Online seit: 2017-12-14
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 25
Papier · 173 ff. · 28 x 20.5 cm · 1455
Johannes Herolt OP: De eruditione Christifidelium; Fabula moralizata
Cod. 25, eine Papierhandschrift aus der Mittel des 15. Jahrhunderts, besteht aus zwei codicologischen Texteinheiten. Die erste enthält eine mittelmässige Abschrift (und Auswahl) des Haupt- und Erstlingswerkes des Dominikaners Johannes Herolt alias Discipulus (gest. 1468): De eruditione Christifidelium. Die zweite Texteinheit hat im Jahre 1455 der Schreiber Franciscus de Gallandia von Yvonand niedergeschrieben. Sie läuft unter dem Titel Fabulae moralizatae, das sind 122 lateinische Fabeln, die aus verschiedenen antiken Quellen stammen und in Form von Dialogen dargestellt sind. Als Verfasser werden Magnus de Mayneriis (gest. 1376) und Nicolaus Pergamenus genannt. Mit den ersten Drucken (1480) werden die Fabulae moralizatae in Dialogus creaturarum optime moralizatus umbenannt.
(jor)
Online seit: 2011-10-04
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 26
Papier · 237 ff. · 28.9 x 20.6 cm · um 1370–1410
Philosophisch-theologische Sammelhandschrift
Philosophisch-theologische Sammelhandschrift von verschiedenen Händen, enthält in 5 kodikologischen Einheiten auf Papier geschrieben 11 Traktate verschiedener Autoren des 14. Jhs., darunter 6 Unikate. Die Abschriften entstanden um 1370–1410 und wurden mehrfach umgruppiert, bevor der Codex in der heutigen Ordnung, wohl Anfang des 15. Jahrhunderts in Freiburg, gebunden wurde. Einer der Schreiber, zugleich Besitzer und Redaktor war Friedrich von Amberg (um 1350/60 – 1432), der 1393–1432 im Freiburger Franziskanerkloster lebte und dort zweimal als Guardian fungierte. Friedrich dürfte die Abschriften grösstenteils an seinen Studienorten Strassburg, Paris und Avignon angefertigt bzw. erworben haben.
(per)
Online seit: 2011-03-31
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 28
Papier · 157 ff. · 28.5 x 21 cm · um 1400
Marsilius de Padua: Defensor pacis
Bei Cod. 28 handelt es sich um eine Abschrift des Defensor pacis, einer staatstheoretischen Abhandlung, die Marsilius von Padua im Jahr 1324 dem römisch-deutschen König Ludwig dem Bayern widmete. Friedrich von Amberg (um 1350 bis 1432) besorgte gegen Ende des 14. Jahrhunderts eine nicht sehr sorgfältig geschriebene Vorlage aus der deutschen Gruppe, welche die ältere Redaktion des Marsilius bringt. Diese auf Papier aus dem mitteldeutschen Raum mit Wasserzeichen aus dem letzten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts stammenden Textfassung hat Amberg korrigiert, mit Randglossen versehen und schliesslich einbinden lassen.
(jor)
Online seit: 2011-10-04
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 37
Papier · 330 ff. · 22 x 15 cm · 1468-1470
Johannes Joly; Johannes de Fontanellis; Varia scholastica
Sammelband mit Studienmaterialien, geschrieben grösstenteils von Jean Joly (Guardian im Franziskanerkloster Freiburg 1467-1469, 1472-1478, 1481-1510) während dessen Studienaufenthalt in Avignon. Enthält neben zahlreichen Studientexten des Jean Joly Schriften der Franziskaner Johannes de Fontanellis und Matthäus von Acquasparta. Mit braunem Leder bezogener Holzdeckeleinband aus der Werkstatt des Rolet Stoss im Franziskanerkloster Freiburg, 2020 restauriert.
(cam)
Online seit: 2025-12-11
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 43
Papier · 234 ff. · 21.5 x 15 cm · 1425-1427
Augustinus da Ferrara; Franciscus de Maironis; Nicolaus Bonetus; Petrus Thomae
In Strassburg entstandene Studienhandschrift von der Hand des aus Basel stammenden Franziskaners Conrad Grütsch (Guardian im Franziskanerkloster Freiburg 1452, 1453). Der Band enthält sprachphilosophische und metaphysische Schriften. An den meisten Initialen und Lombarden nachträglich angebrachte Binnenfeldverzierungen, stellenweise mit Gesichtern im Profil. Mit dunkelbraunem Leder bezogener ehemaliger Kettenband aus der Werkstatt des Rolet Stoss im Franziskanerkloster Freiburg, 2017 restauriert.
(cam)
Online seit: 2026-08-27
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 44
Papier · 192 ff. · 15 x 22 cm · vor 1432 zu einem Codex zusammengefügt
Sermones
Sammelband mit Predigtmaterialien, geschrieben von verschiedenen kursiven Händen. Möglicherweise zusammengestellt von Friedrich von Amberg (Guardian im Franziskanerkloster Freiburg 1409, 1414). Von seiner Hand stammen die Reklamanten und die Tabula de tempore und de sanctis.
(zim)
Online seit: 2019-06-13
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 50
Papier · 233 ff. · 22-22.5 x 15 cm · drittes Viertel des 14. Jahrhunderts
Sermones dominicales (Homiliae)
Die anonyme Predigtsammlung mit Homilien v.a. neuplatonischer Ausrichtung stammt aus dem dritten Viertel des 14. Jahrhunderts und wurde möglicherweise in Freiburg i.Ü. abgeschrieben. Enthalten sind neben einem thematischen Index zu Beginn des Bandes 18 Homilien für die Zeit vom Advent bis Quinquagesima, 34 Homilien von Ostern bis zum 23. Sonntag nach Pfingsten sowie einzelne Sermones für die Sonntage der Fastenzeit. Die Spiegelblätter sind Fragmente einer hebräischen Handschrift in aschkenasischer Halbkursive aus dem 13. Jahrhundert. Nicht restaurierter, mit ehemals himbeerrotem Leder bezogener Kettenband.
(cam)
Online seit: 2023-12-20
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 51
Papier · A + XII + 167 + B ff. · 22 x 14.7 cm · 1364
Sammelhandschrift mit Quaestiones morales pulcrae et modernae
Der Sammelband wurde von Konrad von Sulzbach im Jahre 1364 als Student in Strassburg zusammenstellte. Nachdem der erste Teil der Sammlung mit dem Kommentar von Gregor von Rimini OESA verlorengegangen war, wurden 37 Quaestiones determinatae (f. 1r-110v) mit anderen Fragen (110v-119v und 153v-167r) und der Zusammenfassung der Sentenzen von Johannes de Fonte (f. 120r-153r) im letzten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts in Freiburg i.Ue. gebunden. Die 37 Quaestiones, in denen der Einfluss der englischen Franziskanerschule festgestellt werden kann, finden sich nur in dieser Handschrift.
(flu)
Online seit: 2014-09-23