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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsBN 47
Pergament · 155 ff. · 13.5 x 9 cm · 14. Jahrhundert
Heinrich Seuse, Büchlein der ewigen Weisheit
Heinrich Seuses „Büchlein der ewigen Weisheit“, ein Andachts- und Betrachtungsbuch, stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist in hochalemannischer Mundart geschrieben. Meliora Muheim (gest. 1630), spätere Priorin des Klosters Hermetschwil, hat die Pergamenthandschrift von einem Buchbinder in Zürich im Jahr 1598 erworben (Ir).
(ron)
Online seit: 2025-12-11
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWett 5
Pergament und Papier · 96 ff. · 13.5 x 9.5 cm · zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
Regula Benedicti, deutsch
Die Handschrift auf Pergament und Papier stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und ist vom Schreiber Johannes in hochalemannischer Mundart verfasst. Der Besitzvermerk wurde ausradiert; Albert Bruckners Vermutung, dass das Manuskript im Besitz eines Frauenklosters gewesen war, ist nicht belegt.
(ron)
Online seit: 2025-12-11
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 31a
Pergament · 6 ff. · 39 x 16.5-17.5 cm / 6 x 13-16 cm · Mitte des 13. Jahrhunderts
Osterspiel von Muri
Das Osterspiel von Muri gilt als das älteste bekannte Schauspiel in deutschen Reimen. Der Autor ist unbekannt. Sprachanalysen lassen auf eine Herkunft aus dem mittleren oder westlichen Teil des hochalemannischen Raums schliessen. Die erhalten gebliebenen Teile des Osterspiels deuten auf ein reines Rededrama ohne lateinische oder musikalische Elemente hin.
(pel)
Online seit: 2010-04-15
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurQ 11
Papier · 97 ff. · 21 x 14.5 cm · Mitte des 15. Jahrhunderts, zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
Briefsteller
Der Briefsteller vereinigt zwei unabhängig voneinander entstandene Sammlungen des 15. Jahrhunderts. Die erste, umfangreichere stammt aus der Gegend von Rottweil, die zweite, weit kürzere, aus der Umgebung von Muri. Beide geben Muster für die Formulierung von Käufen und Schuldverschreibungen, Pfand- und Bürgschaften, Stiftungen und Erbteilungen und enthalten Briefe aus dem Verkehr mit Gerichten.
(gam)
Online seit: 2019-03-29
Aarau, Staatsarchiv Aargau, AG 2.38
Papier · 285 ff. · 21.5 x 14.5 cm · 1454
Otto von Passau, Die vierundzwanzig Alten
Die christliche Lebenslehre des Basler Franziskaners Otto von Passau mit dem Titel „Die vierundzwanzig Alten‟ war im 15. Jahrhundert eines der beliebtesten erbaulichen Werken in deutscher Sprache. Erhalten sind rund 170 Handschriften und Fragmente. Viele stammen aus Frauenklöstern oder waren für Laienbrüder bestimmt. Das aus dem Kloster Hermetschwil überlieferte Exemplar kopierte die spätere Meisterin Sophie Schwarzmurer aus Zürich.
(gam)
Online seit: 2018-10-04
Basel, Universitätsbibliothek, A X 137
Papier · 203 ff. · 20 x 14 cm · 1. Hälfte 15. Jahrhundert
Theologische Sammelhandschrift
Die Sammelhandschrift, die unter anderem ein deutsches Plenar sowie den Traktat „Gegen den Eigenbesitz im Kloster“ des Heinrich von Langenstein überliefert, wurde wahrscheinlich erst im ausgehenden 15. Jahrhundert in der Kartause Basel zusammengebunden und dort in der Bibliothek der Laienbrüder aufgestellt. Alle Teile der Handschrift wurden im alemannischen Sprachraum geschrieben, Teil 2 wahrscheinlich im Elsass. Die Handschrift enthält Nachträge vom Bader der Kartause, einem Konversen namens Melcher, der unter anderem Hinweise zu einem eigentlich geplanten, aber nicht ausgeführten Zyklus von Apostelbildern niederschrieb.
(stu)
Online seit: 2025-12-11
Basel, Universitätsbibliothek, A I 20
Papier · 232 ff. · 29 x 21 cm · 1445
Sammelhandschrift mit geistlichen Traktaten
Die Handschrift wurde vom produktiven Kopisten und späteren Prior des Basler Dominikanerklosters Albert Löffler 1445 kurz vor seinem Eintritt in den Orden geschrieben. Ihr Inhalt veranschaulicht Löfflers akademische und religiöse Bildung: Sie enthält lateinische Texte geistlicher Natur, z.B. das heute Nikolaus von Dinkelsbühl zugeschriebene Speculum artis bene moriendi, Bonaventuras Pilgerbuch der Seele zu Gott und Hugo von Saint-Chers Speculum ecclesiae neben Jacobus de Cessolis' ausserordentlich beliebtem Liber de ludo scacchorum, einer der ersten lateinischen Abhandlungen über das Schachspiel. Ebenfalls enthalten sind zwei deutsche Texte: eine Abhandlung über die Vollkommenheit und ein Fragenkatalog zur Prüfung, ob die Seele eines Kranken nach seinem Tod das ewige Leben erwarte.
(mue)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, A III 26
Papier · 288 ff. · 29 x 21 cm · Mitte 15. Jahrhundert
Nycolaus de Lyra, Auslegung des Psalters, 1. Teil (Ps. 1-74)
Deutsche Übertragung der Psalmenpostille des Nikolaus von Lyra (gest. 1349), entstanden wohl noch zu dessen Lebzeiten. Der Psalmenkommentar, früher Heinrich von Mügeln zugeschrieben, stammt von einem historisch noch nicht nachgewiesenen Anonymus, dem sog. „Österreichischen Bibelübersetzer“. Er überträgt die Vorlage kürzend und mit Zusätzen versehen. Die Abschrift aus der Bibliothek der Basler Kartause datiert in die Mitte des 15. Jahrhunderts, ihre Miniaturen gehören zu der Vullenhoe-Gruppe.
(flr)
Online seit: 2016-12-20
Basel, Universitätsbibliothek, A V 41
Pergament und Papier · 94 ff. · 28.5 x 19.5 cm · um 1370
Alemannische Vitaspatrum
Um 1370 im südalemannischen Sprachraum entstanden, überliefert die Handschrift das Exempelkorpus der „Alemannischen Vitaspatrum“, eines der bedeutendsten hagiographischen Sammelwerke, in seiner ursprünglichsten Form. Im Anschluss ist ein kompilierter Mystiktraktat niedergeschrieben, in welchen unter anderem die Glosse „Von dem überschalle“ eingearbeitet wurde. Die Herkunft der Handschrift ist unbekannt.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, A VII 17
Pergament · 97 ff. · 26.5 x 17 cm · 12.-14. Jahrhundert
Sammelband mit Theologica und Palladius
Der Band besteht aus drei ursprünglich selbstständigen Teilen, die im 12., 13. und 14. Jahrhundert niedergeschrieben wurden, aus unterschiedlicher Provenienz in die Kartause Basel kamen und dort zusammengebunden wurden. Er überliefert allegorische Auslegungen des Alten und Neuen Testaments, theologische Texte, Gedichte, Predigten, sowie ein Werk über Landwirtschaft von Palladius, ergänzt durch Glossen, Rezepte und zusätzliche Informationen.
(stu)
Online seit: 2025-04-03
Basel, Universitätsbibliothek, A VII 21
Papier · 67 ff. · 21 x 15 cm · um 1510
Statuten der Laienbrüder des Kartäuserordens
Um 1510 übersetzte der Basler Kartäuser Georg Carpentarius die Statuten der Laienbrüder seines Ordens vom Lateinischen ins Deutsche. Der Text wurde als Autograph des Übersetzers in der Basler Kartause überliefert. Er befand sind in der Bibliothek der Laienbrüder.
(stu)
Online seit: 2018-10-04
Basel, Universitätsbibliothek, A VIII 36
Papier · 235 ff. · 21 x 14.5 cm · 1. Hälfte des 15. Jhs.
Hagiographische Sammelhandschrift
Die deutschsprachige Sammelhandschrift stammt aus dem 1423 reformierten Dominikanerinnenkloster St. Maria Magdalena an den Steinen in Basel und wurde vermutlich auch grösstenteils dort geschrieben. Neben zwei Predigten, einem Traktat und einem Marienmirakel überliefert sie insbesondere Legenden: von Elisabeth von Thüringen, Hieronymus, Franziskus, Vincenzius, Ignatius, Julianus und Basilissa, Paulus von Theben und Antonius.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, A VIII 51
Papier · 167 ff. · 14.5 x 10.5 cm · 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
Andachts- und Gebetbuch der Margret Zschampi
Das spätmittelalterliche Andachts- und Gebetbuch ist nach seiner ersten Besitzerin Margret Zschampi, Dominikanerin im Basler Kloster Klingental, benannt. Es handelt sich um eine typische Erbauungshandschrift in deutscher Sprache, wie sie im ausgehenden Mittelalter insbesondere in Frauenklöstern und Laiengemeinschaften für die private Andacht geschrieben und genutzt wurden. Margret Zschampi schenkte die Handschrift der Basler Kartause, wo sie in die Bibliothek für die Laienbrüder Eingang fand. Als Teil der Kartäuserbibliothek kam das Andachtsbuch 1590 in die Universitätsbibliothek Basel. Es ist die einzig bekannte vollständig erhaltene Handschrift aus dem Dominikanerinnenkloster Klingental.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, A IX 23
Papier · 131 ff. · 16.5 x 12 cm · 15. Jahrhundert
Sammelhandschrift (Theologie)
Die aus mehreren Teilen zusammengebundene Handschrift aus der Laienbibliothek der Basler Kartause ist als Andachtsbuch für die Konversen gestaltet. Sie enthält diverse Grundlagentexte in deutscher Übersetzung, unter anderem eine Regel des Heiligen Benedikt, eine Benediktslegende sowie diverse Gebete, die sich direkt jeweils entweder an die Laienbrüder der Kartäuser oder an die Laienbrüder der Benediktiner wenden.
(stu)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, A X 121
Papier · 33 ff. · 21 x 15 cm · um 1500
Obsequiale der Basler Kartause
Das von Prior Jacob Lauber eigenhändig geschriebene Obsequiale regelt den Totendienst in der Kartause Basel. Die eingefügten Gebete (u.a. ein lateinisches und ein deutsches Vaterunser) sowie die mit Noten versehenen Gesänge sind im liturgischen Kontext zu verorten.
(stu)
Online seit: 2018-03-22
Basel, Universitätsbibliothek, A X 122
Papier · 154 ff. · 22 x 16.5 cm · 1496-1498
Sammelhandschrift Theologie
Die Papierhandschrift aus der Basler Kartause enthält Ordinarien für Priester (darunter eine deutsche Ansprache an die Laienbrüder), Diakon und Subdiakon, eine Anleitung über das Amt des Sakristans sowie eine Anzahl kürzerer und längerer liturgischer Musikstücke. Unter letzteren, ansonsten durchweg in Latein, findet sich eine von Sebastian Brant verfasste deutsche Version der Sequenz Ave praeclara maris stella (135r-135v). Geschrieben wurde die Handschrift von Thomas Kress, dem nachmals letzten Kartäuser in Basel († 1564), am Anfang seiner Klosterlaufbahn (genauer: im dritten Jahr seiner Professzeit, vgl. 102v).
(mue)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, A XI 59
Papier · 260 ff. · 14 x 10.5 cm · 4. Viertel 15. und 1. Viertel 16. Jahrhundert
Aszetisch-katechetische Sammelhandschrift
Die überwiegend deutschsprachige Handschrift ist aus verschiedenen Teilen zusammengebunden, die alle etwa zur gleichen Zeit – Ende des 15. bis Anfang des 16. Jahrhunderts – entstanden sein dürften. Der Codex gehörte zur Laienbibliothek der Basler Kartause und ist möglicherweise zumindest teilweise auch in diesem Kloster geschrieben worden. Zu den Texten in diesem Erbauungsbuch gehören beispielsweise das Exempel von der frommen Müllerin, das häufig Meister Eckhart zugeschriebene „Guten-Morgen-Exempel‟, eine Erzählung der Geschichte des Kartäuserordens sowie diverse Predigten, Gebete, Sprüche und Exempla.
(stu)
Online seit: 2017-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, A XI 61
Papier · 159 ff. · 14.5 x 10.5 cm · 2. Hälfte 15. Jahrhundert
Gebets- und Andachtsbuch mit Marienoffizium
Das deutsche Andachtsbuch wurde von einer Hand geschrieben und stammt aus der Bibliothek für die Laienbrüder der Basler Kartause. Neben dem einleitenden Marienoffizium, das rund die Hälfte der Handschrift füllt, überliefert der Kodex diverse Gebete und weitere Andachtstexte.
(stu)
Online seit: 2018-03-22
Basel, Universitätsbibliothek, B IX 20
Pergament · 216 ff. · 18 x 13.5 cm · 3. Viertel 14. Jahrhundert
Alemannische Vitaspatrum
Die womöglich in Basel entstandene Pergamenthandschrift überliefert die Lebensbeschreibungen der „Alemannischen Vitaspatrum“ in der Anordnung eines nicht identifizierten Peter der Mul. Die Handschrift aus dem 3. Viertel des 14. Jahrhunderts gehörte zur Bibliothek der Laienbrüder der Kartause Basel; sie ist aber aufgrund ihres Alters sicher nicht dort entstanden.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B IX 25
Pergament · 104 ff. · 17 x 13 cm · 14. Jahrhundert
Rudolf von Biberach, Scripta duo
Der grösste Teil der Handschrift wird durch zwei Texte Rudolfs von Biberach – Sermones super cantica sowie De VII itineribus aeternitatis – ausgefüllt. Diese entstanden ursprünglich als separate Teile im 14. Jahrhundert und wurden später in der Kartause Basel, zu deren Bibliothek der Band ab dem 15. Jahrhundert gehörte, in der vorliegenden Form zusammengebunden. Als Nachtrag zum zweiten Text wurde noch im 14. Jahrhundert eine deutsche Übersetzung von De VII gradibus contemplationis ergänzt. Wahrscheinlich erst beim Binden kam auf einem letzten, kopfüber eingebundenen Blatt noch der Anfang des Abstractum-Glossars hinzu, dessen Niederschrift ebenfalls ins 14. Jahrhundert datiert und damit nicht in der Kartause selber erstellt worden sein kann.
(stu)
Online seit: 2017-12-14