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Die Handschrift enthält einen Text der Älteren oder Poetischen Edda, die bisweilen als Sæmundar-Edda bezeichnet wird, in dem (irrigen) Glauben, sie sei von dem isländischen Priester Sæmundur Sigfússon, der als Sæmundur fróði („der Weise“) bekannt war, im späten 11. bzw. frühen 12. Jahrhundert zusammengestellt worden. Laut dem Vorwort der Handschrift wurde sie von einer Vorlage abgeschrieben, die Páll Jónsson Vídalín (1667–1727) von Árni Magnússons autographen Abschrift des Codex Regius (GKS 2365 4to) angefertigt hatte; zudem enthält sie die Texte mehrerer weiterer Gedichte, die als Teil des eddischen Korpus galten, die jedoch nicht im Codex Regius überliefert sind. In einem Nachwort heisst es, die Handschrift sei im Jahr 1762 von Halldór Bjarnason Vídalín (1736–1801) in Reykir in Miðfjörður auf der Grundlage einer Vorlage geschrieben worden, die ihm sein Vater, Bjarni Halldórsson, Amtmann von Húnavatnssýsla, zur Verfügung gestellt hatte. Ferner wird angegeben, dass die Handschrift für einen gewissen Charles Bertram, einen in Kopenhagen lebenden britischen Altertumsforscher, angefertigt wurde.
Online seit: 16.04.2026
Die Handschrift enthält einen Text der Älteren oder Poetischen Edda, die bisweilen als Sæmundar-Edda bezeichnet wird, in dem (irrigen) Glauben, sie sei von dem isländischen Priester Sæmundur Sigfússon, der als Sæmundur fróði („der Weise“) bekannt war, im späten 11. bzw. frühen 12. Jahrhundert zusammengestellt worden. Laut dem Vorwort der Handschrift wurde sie von einer Vorlage abgeschrieben, die Páll Jónsson Vídalín (1667–1727) von Árni Magnússons autographen Abschrift des Codex Regius (GKS 2365 4to) angefertigt hatte; zudem enthält sie die Texte mehrerer weiterer Gedichte, die als Teil des eddischen Korpus galten, die jedoch nicht im Codex Regius überliefert sind. In einem Nachwort heisst es, die Handschrift sei im Jahr 1762 von Halldór Bjarnason Vídalín (1736–1801) in Reykir in Miðfjörður auf der Grundlage einer Vorlage geschrieben worden, die ihm sein Vater, Bjarni Halldórsson, Amtmann von Húnavatnssýsla, zur Verfügung gestellt hatte. Ferner wird angegeben, dass die Handschrift für einen gewissen Charles Bertram, einen in Kopenhagen lebenden britischen Altertumsforscher, angefertigt wurde.
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Das reich ausgestattete Antiphonarium enthält Gesänge, Antiphonen und Hymnen für das Kirchenjahr von Ostern bis Advent sowie für zahlreiche Heiligenfeste. Die von mehreren Händen geschriebene Handschrift entstand 1493 für die Kartause bei Freiburg im Breisgau und gelangte später in die Kartause Ittingen. Neben kunstvollen Fleuronné-Initialen enthält sie vier historisierte Initialen mit szenischen Darstellungen zu Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam sowie zahlreiches weiteres liturgisches Material, darunter Cantica, Jahrzeiten und Fragmente eines Missals.
Online seit: 16.04.2026
Das im 14. Jahrhundert entstandene Graduale überliefert Gesänge für das Kirchenjahr, das Heiligenproprium, das Requiem, das Kyriale sowie eine umfangreiche Sequenzensammlung. Drei Schreiberhände des 14. Jahrhunderts führten die gotische Minuskel sowie die deutsche Neumennotation auf vierzeiligen braunen Notenlinien aus. Ergänzungen und Korrekturen stammen von mehreren Händen des 14. und 15. Jahrhunderts. Auffällig sind Initialen mit grotesken Gesichtern sowie zahlreiche liturgische Hinweise. Der Band befand sich spätestens ab dem 18. Jahrhundert im Augustiner-Chorherrenstift Kreuzlingen und enthält Einbandfragmente in hebräischer und lateinischer Schrift.
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Das nach 1479 entstandene Rituale aus der Diözese Konstanz enthält die Benediktion von Wasser und Salz sowie einen ausführlichen Ordo zur Krankenvisite und Krankensalbung. Die sorgfältig gestaltete Handschrift mit Textualis formata, zweifarbigen Lombarden und roten liturgischen Anweisungen wurde von einer Hand des 15. Jahrhunderts geschrieben. Hinweise auf Entstehungsort und Datierung geben Brief-Fragmente im Einband sowie Heiligennennungen aus dem Bodenseeraum.
Online seit: 16.04.2026
Die grossformatige Bibelhandschrift entstand im 14. Jahrhundert im oberrheinischen Raum und enthält das vollständige Alte und Neue Testament mit Prologen des Hieronymus. Der Text ist sorgfältig in Textualis ausgeführt und reich mit Fleuronnéinitialen, farbigen Ziermotiven, Medaillons, Tier- und Menschendarstellungen geschmückt. Besonders hervorzuheben sind figürliche Initialen, groteske Randzeichnungen sowie zahlreiche Glossierungen und Korrekturen aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
Online seit: 16.04.2026
Die im südwestdeutschen Raum um 1460 entstandene Handschrift überliefert Ulrich Boners Fabelsammlung Der Edelstein in Bastarda von einer Hand. Platz für kolorierte Initialen und Illustrationen wurde freigelassen, der Text blieb jedoch ungeschmückt. Ein nachgetragener Marienhymnus sowie ein möglicherweise zeitgenössischer Besitzeintrag weisen auf den Gebrauch im geistlichen Milieu hin. Um 1700 befand sich die Handschrift im Besitz des Augustiner-Chorherrenstifts Kreuzlingen.
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Das Jahrzeitbuch der Schaffhauser Stadtkirche Sankt Johann wurde 1479 vom Notar Konrad Brunner alias Moedely auf der Grundlage eines älteren Anniversariums geschrieben (Schreibervermerk auf fol. 34v). Mit über 200 Namenseinträgen von Schaffhauser Bürgerinnen und Bürgern stellt es eine wichtige Quelle für die lokalgeschichtliche und genealogische Forschung dar.
Online seit: 16.04.2026
Das Jahrzeitbuch des Franziskanerklosters in Schaffhausen aus dem 15. Jahrhundert listet über 1000 Namenseinträge auf. Zudem enthält es die deutsche Marienklage „O du uzvliezender brunne“ (Version A) (S. 76) die ein Frater Rudolffus am 26. Juli 1478 am Ende des Anniversariums eingetragen hat. Als vorderes Spiegelblatt hat sich zudem eine Tabula electorum erhalten, in der die Zuteilung der Fratres auf die einzelnen Ordenshäuser festgehalten ist.
Online seit: 16.04.2026
Die Handschrift ist in drei Abschnitte gegliedert. Sie enthält ein Kalendar und Sequentiar, Messformulare und eine Messordnung, sowie ein Graduale und ein Sacramentar. Die Handschrift befand sich spätestens seit dem 17./18. Jh. in der Abtei Pfäfers.
Online seit: 16.04.2026
Die Handschrift enthält einen einführenden Text zu Abtei und Bad Pfäfers, sowie zum Chronisten Konrad von Pfäfers. Den Haupteil bildet eine Chronologie, die den Bogen von der Herkunft der Räter bis zum Ende des Ersten Villmergerkrieges 1656 spannt.
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Die umfangreiche Handschrift datiert aus dem Jahr 1435 und enthält eine Reihe von Texten, die im Inhaltsverzeichnis (S. 1a–3a) aufgeführt sind. Die Handschrift wurde fast vollständig von einer einzigen Hand geschrieben. Die Texte sind in zwei Spalten angeordnet und durch rote Überschriften und einfache rote Initialen gegliedert. Am Anfang (S. 5) steht eine grössere blaue Initiale. Neben dem Liber collationum sanctorum patrum (S. 5a–185b), den Vitae patrum (S. 186a–225a) oder den Verba seniorum (S. 581a–695a) finden sich auch Andachtstexte wie De imitatione Christi von Thomas a Kempis (S. 235b–279b) oder der Liber de medela animae (S. 364b–406b). Der Einband mit rotem Lederumschlag stammt aus dem 15. Jahrhundert.
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Die Papierhandschrift enthält die Predigten de tempore von Antonius von Parma. Sie wurde in zwei Spalten und von zwei verschiedenen Händen geschrieben (S. 1–140; S. 141–232). Die Handschrift ist unvollständig, denn der Text bricht auf S. 232b mitten in einem Evangelienzitat ab (Mt 7,3; Lk 6,41). Die Initialen der Predigten sind nicht ausgeführt worden, mit Ausnahme der Seiten 143 bis 199. Deutsche Anmerkungen wurden am unteren Rand der ersten Seiten des Codex hinzugefügt. Die Handschrift endet mit einer grossen Zahl leer gelassener Seiten (S. 233–300), von denen eine (S. 234) den Bibliotheksstempel des Fürstabts Diethelm Blarer aus den Jahren 1553 bis 1564 trägt. Die Lagen sind durch Pergamentstreifen verstärkt, die aus einer Bibel des ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammen.
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Die Papierhandschrift besteht aus mehreren kodikologischen Teile (S. 1–28, fast vollständig leer; S. 29–146; S. 149 [sic]–176, leer; S. 207 [sic]–222; S. 225 [sic]–244; S. 245–268; S. 269–278, leer). Eine Reihe von Predigten (S. 29–145), die der liturgischen Ordnung folgen und deren Anfang fehlt, sind in zwei Spalten geschrieben. Jede Predigt ist am Rand nummeriert, und oft wurde der Sonntag, an dem sie vorgetragen werden sollte, oben auf der Vorderseite der Blätter vermerkt (z. B. S. 33: do[mini]ca quinta). Ein Besitzeintrag (S. 146) zeigt, dass dieser Teil des Codex Johannes Bischoff, einem Mönch von St. Gallen (ca. 1460–1495), oder einem der beiden gleichnamigen Personen, die in der Umgebung des Klosters belegt sind, gehörte. In diesem Band findet sich ausserdem das Summarium biblicum, ein Text in Versen, die aus aneinandergereihten Schlüsselwörtern ohne syntaktische Ordnung bestehen und ganze Kapitel der Bibel zusammenfassen; die Verse werden von interlinearen Glossen begleitet (S. 207–222). Es folgt das Speculum sacerdotum (S. 245–258) des Augustiner-Eremiten Hermann von Schildesche (1290–1357). Ein Auszug aus dem Confessionale sive tractatus de instructione confessorum von Johannes von Freiburg schliesst den Codex ab (S. 258–262). Der Halbledereinband stammt aus dem 15. Jahrhundert, und die Innenseiten der Deckel weisen Abdrücke von entfernten Fragmenten auf.
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Die Papierhandschrift datiert aus dem Jahr 1389 (S. 455) und überliefert eine Reihe von Predigten über die Apostel, Märtyrer, Bekenner und Jungfrauen (S. 3–275), danach über die Jungfrau Maria (S. 290–353). Sie sind gleichmässig in einer Spalte geschrieben und beginnen jeweils mit einer einfachen, rot gemalten Initiale und einer roten Überschrift. Dieser Teil weist eine alte Foliierung in schwarzer Tinte auf, die in der Mitte am oberen Rand eingetragen wurde (1–177). Der folgende Teil beginnt ebenfalls mit einer alten Foliierung (1–30), die jedoch vor dem Ende abbricht. Dieser Teil wurde von einer anderen Hand als der vorangehenden, und zwar ohne Initalen und rote Überschriften, geschrieben und überliefert Predigten de sanctis (S. 358–455). Das Kopert stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert und besitzt einen braunen Lederumschlag, welcher innen mit Pergament verstärkt ist.
Online seit: 16.04.2026
Die Papierhandschrift stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde von einem einzigen Schreiber in zwei Spalten geschrieben. Die einzelnen Texte werden durch rote Überschriften und rote Initialen eingeleitet. Der Grossteil der Texte besteht aus Predigten de sanctis und de tempore, deren Themen teilweise auf dem vorderen Vorsatzblatt (f. Ar) aufgeführt sind. Sie enthält ausserdem mehrere Traktate, darunter einen Auszug aus der Stella clericorum (f. 15rb–18rb) sowie einen weiteren Traktat über die Messe (f. 18r–20rb), dessen Incipit zwar Thomas von Aquin als Verfasser angibt, der heute jedoch dem Prämonstratenser Richard von Wedinghausen zugeschrieben wird. Ein Besitzvermerk aus dem 15. Jahrhundert oder frühen 16. Jahrhundert erinnert daran, dass die Handschrift im Fall einer Ausleihe an das Kloster Kloster St. Gallen zurückzugeben ist: Iste liber est monasterii Sancti Galli et eodem monasterio restituendus (f. Ar).
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